Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule

Werther | Borgholzhausen

(Stand Sept. 2019)

1. Grundlagen dieses Konzepts
Das erste Medienkonzept unserer Schule wurde in den Jahren 2002-2004 entwickelt und erstellt. Das vorliegende Konzept stammt im Kern aus dem Jahr 2016. Es wurde in einer schulischen Arbeitsgrup-pe entwickelt und von der Schulkonferenz beschlossen.
Das Konzept wurde inzwischen mehrfach überarbeitet und an die aktuelle Entwicklung angepasst. Dies betrifft hauptsächlich die Ausstattung und die entsprechende Planung, die sich fortlaufend ge-ändert haben. Ebenso wurde der Abschnitt Unterrichtsentwicklung an die geänderten Vorgaben der Medienberatung NRW, den Medienkompetenzrahmen1 angepasst. Die inhaltliche Zielsetzung blieb jedoch gegenüber der beschlossenen Version unverändert, die Ziele wurden lediglich konkretisiert.
2. Ziele der Arbeit mit digitalen Medien
Schulische Bildung bereitet auf das Leben in der Gesellschaft vor. Der digitale Wandel in der Gesell-schaft zeichnet somit den Rahmen dessen, was die Schule in diesem Bereich an Kompetenzen zu vermitteln hat. Während man in der Anfangszeit der Arbeit mit Computern in der Schule noch haupt-sächlich den Umgang mit der Hard- und Software vermitteln wollte, sind die Ziele heute deutlich weiter gesteckt. Der permanente Zugang zur digitalen Welt und die Fähigkeit, sich darin zurechtzu-finden, werden in der Gesellschafft mittlerweile in allen Lebenslagen als selbstverständlich vorausge-setzt.
Ebenso, wie die Digitalisierung alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens durchdringt, muss die Schule in allen Bereichen der Erziehungsarbeit digitale Medien einbeziehen und entsprechende Kompetenzen vermitteln. Das hat gravierende Änderungen in allen Fächern zur Folge.
Beispielhaft sei auf die Lesekompetenz verwiesen: Früher genügte es im schulischen Kontext oftmals, die Kompetenz zu erwerben einen vorgegebenen Text sinnerfassend lesen zu können. Heute wird in der Gesellschaft erwartet, dass zur Informationsbeschaffung Texte im Internet gesucht, die Quelle kritisch bewertet, die Texte auf das Vorhandensein und die Verständlichkeit der gesuchten Informa-tionen geprüft, eventuell untereinander verglichen und kritisch hinterfragt werden können. Diese Kompetenzen müssen von der Schule vermittelt werden.
Neben den Grundlagen der Hard- und Software („Bedienen und Anwenden“ im Medienkompetenz-rahmen NRW) und der Informationsbeschaffung („Informieren und Recherchieren“) ist ein dritter Baustein der digitalen Welt der jederzeit mögliche Austausch untereinander. Es reicht nicht, wenn in der Schule über die Gefahren der sozialen Medien gesprochen wird. Die Kompetenzen im Bereich „Kommunikation und Kooperation“ müssen auch tatsächlich in der Schule eingeübt werden.
1 https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Medien/Medienkompetenzrahmen/Medienkompetenzrahmen_NRW.pdf